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EUG20



Glossar


In der sogenannten Leistungsbilanz werden die Deviseneinnahmen und - ausgaben eines Landes aufgrund des Exportes und Importes von Gütern und Dienstleistungen sowie aufgrund von Erwerbs- Vermögenseinkommen erfasst. Ist der Leistungsbilanzsaldo positiv, dann bedeutet dies, dass das Land aufgrund der Gesamtheit aller genannten Aktivitäten mehr Devisen einnimmt, als es ausgibt. Ist er negativ, dann verliert das Land aufgrund dieser Aktivitäten Devisen. Mittel- und langfristig muss eine unausgeglichene Leistungsbilanz daher durch kompensierende Kapitalmarktaktivitäten ausgeglichen werden. Diese finden in der sogenannten Kapitalbilanz eines Landes ihren Niederschlag. Dem Leistungsbilanzüberschuss eines Landes steht daher in der Kapitalbilanz ein Defizit in etwa gleicher Höhe gegenüber, was bedeutet, dass das Land an seine Handelspartner per saldo Kredite vergibt. Einem Leistungsbilanzdefizit dagegen steht ein Kapitalbilanzüberschuss gegenüber, was bedeutet, dass das Land sich bei seinen Handelspartnern per saldo verschuldet.